Auf dieser Seite werfen wir den Blick über die Stossstrasse hinaus. Was geschieht andernorts im Bereich des rasenden und lärmenden Verkehrs?
21. Oktober: Die Aargauer SP-Nationalrätin und Lärmliga-Präsidentin Gabriela Suter, die den Anstoss zur Motion für die Lärmbekämpfung gab, kritisiert die Entscheide des Bundesrats. Es sei "unverständlich ..., dass der Bundesrat keine Lärmblitzer einsetzen wolle. Das System funktioniere, ein weiteres Pilotprojekt sei nicht nötig. Das Astra betreibe eine Verzögerungstaktik auf Kosten der Gesundheit von Anwohnerinnen und Anwohnern" (Der Beobachter, 21.10.2024).
16. Oktober: Der Bundesrat beschliesst über die Einführung von Lärmblitzern: "Das in Zusammenarbeit mit dem Kanton Genf durchgeführte Pilotprojekt war erfolgreich. Es kann laute Fahrzeuge identifizieren. Weitere Projekte sind am Laufen. Die Schaffung der rechtlichen Grundlagen für die Einführung von «Lärmblitzern» ist mit Herausforderungen verbunden. Dazu gehören beispielsweise unterschiedliche gesetzliche Anforderungen an die Lärmgrenzwerte je nach Alter der Fahrzeuge und Fahrzeugkategorie oder das Fehlen einer Lärmanzeige im Fahrzeug, die zur Erkennung einer Überschreitung eines zu definierenden Grenzwertes notwendig ist. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, die Machbarkeit zu vertiefen, bevor er einen allfälligen Auftrag zur Schaffung von konkreten Rechtsgrundlagen erteilt" (https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-102806.html).
18. September: Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Gemeinden im Kanton Zürich beschweren sich über den Motorradlärm und fordern Lärmblitzer (https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/betroffene-anwohner-fordern-den-einsatz-von-laermblitzer-2371385.html).
26. August: "watson.ch" berichtet, dass Schweizer Töfffahrer die Bevölkerung im Schwarzwald (D) ärgern. In Merenschwand soll nun versucht werden, mit einem Tempolimit von 50 km/h und Leitschwellen das Lärmproblem zu lösen (https://www.watson.ch/international/leben/677771314-schweizer-toefffahrer-aergern-bevoelkerung-im-schwarzwald).
26. August: Die Lärmliga Schweiz übergibt dem Bundesrat eine
Petition für Lärmblitzer (https://laermliga.ch/petition-larmblitzer-eingereicht).
8. August: In den News von "bluewin.ch" erscheint ein Artikel mit dem Titel "Laute Töffs nerven Anwohner in Sternenberg ZH". Innert vier Tagen wurde eine Petition für Lärmblitzer 10'000 Mal unterzeichnet (https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/laerm-toeffs-nerven-anwohner-in-sternenberg-zh-2318498.html).
15. Juli: Im "St. Galler Tagblatt" erscheint ein Kommentar mit dem Thema: "Amtlich tolerierter Männlichkeitswahn. Autoposer am Bodensee, Raserei auf den Passstrassen. Ist der Staat wirklich so hilflos, wie er tut?". Der Artikel spricht uns aus der Seele!
9. Februar: Laut den News der Kantonspolizei Zürich wird auf dem Albispass im Kanton Zürich "nach positivem Versuch dauerhaft Tempo 60" auf den 2. April 2024 eingeführt. "Es zeigte sich, dass die Geschwindigkeitsreduktion die Verkehrssicherheit erhöht und die Lärmemissionen reduziert" (https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2024/02/240201_albispass.html). Die Massnahme würde auch auf der Stossstrasse wirken!
24. Juli: Nicole Esther Baumann, die Vorstandsmitglieder des Vereins AnStoss einst an der Lärmligatagung kennengelernt haben und die nun im Vorstand der Lärmliga Schweiz sitzt, teilt die Absicht mit, eine kantonsweite Petition in Baselland für Tempo 30 auf Gemeindestrassen zu lancieren. Ihr Petitionsentwurf basiert nach eigenen Aussagen auf der Petition des Vereins AnStoss von 2013.
1. Juni: Der Ständerat nimmt die Motion gegen unnötigen Motorenlärm mit 34 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung an.
30. April: Eine Mehrheit der Umweltkommission des Ständerats unterstützt die Motion gegen unnötigen Motorenlärm, die der Nationalrat in der Frühjahrssession verabschiedet hat. Stimmt auch der Ständerat zu, muss der Bundesrat aktiv werden (St. Galler Tagblatt, 1. Mai 2021).
27. April: die Lärmliga Schweiz reicht die Petition «Stopp den Lärmposern» mit 17’439 Unterschriften dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ein. Zahlreiche Medien berichten darüber.
21. April: Die GV der Lärmliga Schweiz findet statt. Anstelle von Peter Ettler wird die Kämpferin gegen den Töfflärm im Nationalrat, Gabriela Suter, zur Präsidentin gewählt. Der Verein AnStoss begrüsst diese ausgezeichnete Wahl.
10. März: Der Nationalrat unterstützt die Motion seiner Verkehrskommission betr. strengere Massnahmen gegen übermässigen Motorenlärm mit 119 zu 65 Stimmen bei 2 Enthaltungen.
29. Januar: Der Bundesrat empfiehlt eine Motion der Umweltkommission des Nationalrats zur Annahme. Diese fordert
Massnahmen gegen illegal getunte Fahrzeuge und übermässig lautes Fahrverhalten, u. a. durch Lärmblitzer. Anlass dazu gaben die Vorstösse der SP-Nationalrätin
Gabriela Suter (Tagesanzeiger, 29. Januar 2021).
1./8. August: 200 bis 300 Motorradfahrer legen auf dem Bundeshausplatz ihre Helme nieder, um ihren Unmut gegen mögliche Lärmbegrenzungen auszudrücken, die Nationalrätin Gabriela Suter gefordert hat. Die Teilnehmer tragen keine Schutzmasken (Bluewin-News, 1. August 2020). / Rund 200 Töfffahrer demonstrieren auf dem Gotthardpass gegen dasselbe (20 Minuten, 8. August 2020). Kommentar: Die Demonstrationen zeigen, dass sich die Töfffahrer in ihrem egoistischen Lärmglück endlich ernsthaft bedroht fühlen. Mit lärmigen Massenauftritten werden sie sich keine zusätzlichen Freunde machen.
1. September: Im Beobachter fragt sich Peter Aeschlimann zu Recht, warum Töfffahrer auf das Recht pochen, Lärm zu machen. Titel: "Nehmt ihnen das Spielzeug!" (Der Beobachter, 18/2020).
23. August: Die Neue Zürcher Zeitung berichtet, dass Schweizer Firmen Geräte entwickeln, die überlaute Töffs und Autos überführen und büssen. Dafür brauche es aber Gesetzesänderungen (Neue Zürcher Zeitung, 23. August 2020).
6. Juli: Seit dem schweizweiten Lockdown am 17. März 2020 wegen des Corona-Virus hat die Kantonspolizei St. Gallen aufgrund vermehrter Klagen Poser-Kontrollen durchgeführt. 237 Männer und drei Frauen wurden wegen Verursachung von vermeidbarem Lärm, unnötigem Herumfahren oder technischen Änderungen angezeigt sowie 22 Autos und zwei Motorräder stillgelegt (News Kantonspolizei, 6. Juli 2020).
Juli: Im Beobachter erscheinen kritische
Leserbriefe zum Töfflärm, die uns aus der Seele sprechen ... (Beobachter 14/2020).
12. Juni: Im Beobachter erscheint in Reaktion auf das Töffverbot im Tirol und die Vorstösse von Nationalrätin Gabriela Suter ein Artikel mit dem Titel "Laute Töffs werden zum Auslaufmodell" (Der Beobachter, 12. Juni 2020).
11. Juni: Nationalrätin Gabriela Suter (SP) reicht zwei parlamentarische Initiativen ein. Die eine lautet: "Es sollen die gesetzlichen Grundlagen für den Einsatz von Lärmradargeräten ('Lärmblitzern') analog den Geschwindigkeitsradargeräten geschaffen werden. Verursacherinnen und Verursacher von Fahrzeuglärm sollten mit Lärmradargeräten erfasst und gebüsst werden können" (https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20200443). Der Text der zweiten Initiative heisst: "Es sollen die gesetzlichen Änderungen für ein Fahrverbot von Motorrädern mit einem Standpegel von über 95 Dezibel geschaffen werden" (https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20200444).
10. Juni: Vom 10. Juni bis zum 31. Oktober 2020 wird im Bezirk Reutte im Tirol auf bestimmten Strassenabschnitten ein Fahrverbot für besonders laute Motorräder eingeführt (Der Beobachter, 12. Juni 2020).
3. Juni: Im "Schweizerbauer" äussern sich Bewohner von Hemberg negativ zur "Tempobolzerei" von Motorradfahrern. Laut Philip Sennhauser, Leiter Verkehrspolizei des Kantons St. Gallen, "nimmt sich" die Polizei "der Problematik an". Seit einigen Jahren existiere im Gebiet am Stoss eine "Interessengemeinschaft" (der Verein AnStoss), die sich gegen die Belastung durch übermässigen Strassenlärm wehre. Mit dieser stehe Philip Sennhauser "in Kontakt und entsprechende Massnahmen" würden "umgesetzt"; Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen würden "jetzt häufiger durchgeführt". Vielen Hembergern wäre es "angenehm, wenn seitens der Behörden mehr Einschränkungen für die Motorradfahrer verwirklicht würden".
15. Mai: Der deutsche Bundesrat, ein Verfassungsorgan, schlägt Massnahmen gegen die Lärmbelästigung von Motorrädern vor, unter anderem die Lärmbeschränkung von Neufahrzeugen in allen Fahrzuständen auf 80 Dezibel, Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen.
Januar: In der Zeitschrift des TCS erscheint ein Artikel über die Verurteilung eines Töfffahrers. Das
Bundesgericht
hat am 25. September 2019 wegen
Verursachung vermeidbaren
Lärms im "Boowald" (Gemeinde Murgenthal, AG) eine Busse von 300 Franken bestätigt (TCS Touring Dezember 2019 / Januar 2020).
25. September: Das Bundesgericht bestätigt eine Busse wegen unnötigem Lärm durch einen Motorradfahrer im Aargau (TCS Touring Dez.19/Jan.20).
17. August: Im Tagesanzeiger erscheint ein Artikel, der Strafen wegen übermässigem Lärm und die Lärmmessung zum Thema hat.
18. Juni: Der Ständerat vereitelt einen Frontalangriff der Autolobby auf den Lärmschutz. Damit bleibt Tempo 30 auch bei kantonalen Hauptstrassen eine Möglichkeit, die Anwohnerinnen und Anwohner vor übermässigem Lärm zu schützen (Lärmliga Schweiz).
29. März: In der Aargauer Zeitung erscheint eine Reportage über den gewaltigen Rückstand bei den Lärmsanierungen in der Schweiz.
21. März: Die SDA berichtet über eine
markante Zunahme von Unfällen mit Motorrädern in Appenzell Ausserrhoden: von 28 im Jahr 2017 auf 46 im Jahr 2018. Ursache war meist Nichtanpassen der Geschwindigkeit, aber auch die falsche Einschätzung des fahrerischen Könnens (www.bluewin.ch).
12. Oktober: Für den Beobachter sind Lärm-Grenzwerte bei Motorrädern "reine Theorie".
20. Juli: Im Beobachter wird über den "Lärm-Bschiss" bei Motorrädern geschrieben.
22. Mai: Im St. Galler Tagblatt erscheint ein Interview mit dem
Präsidenten der Lärmliga Schweiz, Peter Ettler.
27. April: Peter Ettler, Präsident Lärmliga Schweiz, und Hagen Zimmermann, Mediensprecher IG Motorrad, debattieren über das Thema "Müssen Motorräder lärmen?" im VCS Magazin 2/17.
24. April: im Migros-Magazin erscheint anlässlich des internationalen "Tag des Lärms" ein interessanter
Artikel über den Lärm und seine gesundheitlichen Folgen.
13. November: Auf Initiative der Lärmliga Schweiz findet die Strassenlärmtagung "Leiser" in Zürich statt. Der Verein AnStoss ist mit zwei Vorstandsmitgliedern dabei und profitiert von den fundierten Beiträgen der prominenten Referenten und den persönlichen Kontakten. Die Tagungspapers sind online.
Oktober: Im "Beobachter" 19/2015 erscheint ein Artikel über "Das absurde Recht auf laute Motoren" mit Meinungen des Präsidenten der Lärmliga Schweiz. (Artikel ansehen)
27. September: Der Verein freipass organisiert den
Velo-Tag Klöntal-Pragel (freipass)
27. September: Der Verein freipass organisiert einen Velo-Tag auf dem Klausenpass (freipass)
7. Januar: Die NZZ meldet, dass nach der Klage eines Anwohners am Albispass erstmals der Artikel 42 des schweizerischen
Strassenverkehrsgesetzes gegen Töfflärm angewendet wurde.
15. September: Der Verein freipass organisiert einen Velo-Tag auf dem Glaubenbielen (freipass).
7. Mai: Die Kampagne "Albispassstrasse" startet zum zweiten Mal.
Plakat am Albispass
7. Juni: Das Bundesgericht bestätigt das Urteil gegen einen Motorradfahrer, der mit 138 km/h zwischen Matzingen und Frauenfeld einen Lieferwagen überholt (Der Rheintaler, 7. Juni 2012).
15. Mai: Die Kantonspolizei Zürich führt auf der Albispassstrasse im Rahmen einer Präventationskampagne eine umfangreiche Verkehrskontrolle durch (Kapo Zürich, 17. Mai 2012).
11. Mai: Der Tages-Anzeiger berichtet über die Aktion am
Albispass.
7. Mai: Verkehrsplaner Willi Hüsler (66), selbst Motorradfahrer, äussert sich negativ zur Motorrad- und Rollerinitiative, die ein Vorbeifahren an stehenden Kolonnen erlauben soll (Migros-Magazin, Nr. 19).
22. März: An einem Informationsabend gibt der Gemeinderat von
Marbach
SG bekannt, dass er zur Steigerung der Verkehrssicherheit für das Strassenbauprogramm 2014 - 2018 die Einführung von
Tempo 30 auf der kantonalen Hauptstrasse vorschlägt (Der Rheintaler).
24. September: Der Verein freipass organisiert den ersten Velo-Tag am Klausenpass. Die Passstrasse ist von 10 bis 16 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt (freipass).
31. März: Die "Neue Luzerner Zeitung" berichtet, dass bei
St. Urban (LU) Videokameras gegen Motorradraser installiert werden.
18. Februar:
Dänische Lärmforscher zeigen in einer Studie auf, dass Verkehrslärm
tödlich
sein kann (Der Rheintaler, 18. Februar 2011).
11. August: Die St. Galler Regierung beantwortet die
Interpellation Gschwend.
21. April: Der Altstätter Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne) reicht mit 14 Mitunterzeichnenden die
Interpellation "Lärm macht krank - Töfflärm erst recht" ein.