Plakat der Polizeikampagne 2024. Der Vorschlag dafür stammt vom Verein AnStoss. Wird danken der Polizei für ihren Einsatz.
Das Jahr 2024 war ein besonders herausforderndes Jahr. Die Raserfahrten haben ein Ausmass wie vor unserer Petition von 2013 angenommen. Wir fordern die Behörden endlich zu griffigen Massnahmen auf.
19. Oktober: Im "Rheintaler" erscheint ein Bericht über Peter Eugster, Obmann des Jagdvereins Altstätten II. Demnach ereigneten sich laut einer Statistik im letzten Jagdjahr (April 2022 bis März 2023) auf der Stossstrasse 33 Unfälle mit Wildtieren; "29 waren Rehe und von diesen war ein Drittel noch am Leben."
28. September: Jaap van Dam plant, mit einer koordinierten Aktion nochmals beim Gemeinderat in Gais und beim Kanton Appenzell Ausserrhoden vorstellig zu werden. Dazu macht er ein Umfrage, die zutage fördert, dass in der Gemeinde Gais von verschiedenen Personen bereits Vorstösse für Reduktionen der Höchstgeschwindigkeit vorgenommen wurden. Sie betrafen die Gebiete Rietli, also die Strecke nach der Passhöhe Stoss, und Zweibrücken Richtung Bühler und Appenzell. Der Vorstoss im Rietli wurde sogar von der Gemeinde Gais unterstützt, aber leider - wie andere bisherige Vorstösse - vom Kanton abschlägig beantwortet.
23. September: Die einfache Anfrage von Jaap van Dam wird vom Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden ablehnend beantwortet.
21. September: Im "Anzeige-Blatt für die Gemeinden Gais, Bühler und Umgebung" erscheint ein Interview mit Jaap van Dam mit wörtlicher Wiedergabe seiner Anfrage an den Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden.
10. September: Das "St. Galler Tagblatt" berichtet über eine einfache Anfrage von Jaap van Dam aus Gais, Kantonsrat, Präsident von Pro Velo St. Gallen-Appenzell und Vorstandsmitglied des Vereins AnStoss, an den Appenzeller Ausserrhoder Regierungsrat. Jaap van Dam fordert nach dem tödlichen Töffunfall auf der Stossstrasse in Frageform ein Umdenken bei Tempo 80. Die Aspekte Sicherheit und Lärmreduktion sollen mehr Gewicht erhalten.
6. September: Der Verein AnStoss weist Sam Lanners (Tiefbauamt Kanton St. Gallen) und Philipp Sennhauser (Verkehrspolizeichef Kanton St. Gallen) darauf hin, dass am Albis (ZH) Tempo 60km/h nach erfolgreichen Versuchen definitiv eingeführt wurde (siehe "Seitenblicke").
4. September: Im "Rheintaler" erscheint anlässlich des tödlichen Unfalls ein Rückblick auf die Geschichte der Stossstrasse. Den Satzteil am Schluss, "Sicherheits- und Lärmmassnahmen sind prüfenswert und einzuführen, wo sie sinnvoll sind", können wir unterstützen. Der darauf folgende finale Appell an die Selbstverantwortung der Menschen ist schön und gut. Die Realität zeigt jedoch, dass zahlreiche Töff- und Autoraser nur sich selbst sehen, die Sicherheits- und Ruhebedürfnisse der Mitmenschen völlig ignorieren und damit Verletzte, Tote und Lärmgeschädigte ohne Weiteres in Kauf nehmen.
27. August: Laut einem Bericht im "Rheintaler" fordert auch die Gemeinde Gais eine Temporeduktion auf die Höchstgeschwindigkeit 60km/h, allerdings beschränkt auf die Strecke zwischen Dorfausgang und Hebrig. Damit wird die übrige Gaiser Bevölkerung vernachlässigt: 2013 stammten immerhin 169 oder gut 16 Prozent von 1035 Unterschriften auf der Petition des Vereins AnStoss aus der Gaiser Bevölkerung. Im Zeitungsartikel wird auch eine Aussage von Marcel John erwähnt, Amtsleiter Tiefbauamt des Kantons St. Gallen, wonach neben einer Anfrage aus dem Gebiet Bürglen oberhalb von Altstätten keine weitere laufende Anfrage betreffend eine Geschwindigkeitsreduktion auf 60 km/h vorliege. Diese Behauptung ist falsch, da auch eine gleiche Anfrage für Strecken oberhalb der Kreuzstrasse pendent ist. Den Irrtum gibt Marcel John gegenüber dem Verein AnStoss zu; er sei bereits vom Altstätter Stadtpräsidenten Ruedi Mattle darauf aufmerksam gemacht worden. Ein versprochener öffentlicher Widerruf des Irrtums bleibt leider aus.
24. August: Mitglieder des Vereins AnStoss äussern sich nach dem tödlichen Töffunfall in der Appenzeller Zeitung zum Raser- und Lärmhorror an der Stossstrasse von Töff- und Autofahrern. Sie fordern endlich Massnahmen gegen den Lärm und für mehr Sicherheit: Geschwindigkeitsbeschränkungen, mehr Polizeipräsenz, mehr Verkehrskontrollen und den Einsatz von Lärmblitzern.
22. August: Am Abend geschieht das, wovor der Verein AnStoss bereits am 25. April gewarnt hat: Ein Unfall unterhalb der Passhöhe des Stoss (AR) fordert zwei Todesopfer. Ein 22-jähriger Töfffahrer gerät über die Strassenmitte und kollidiert mit einem entgegenkommenden 18-jährigen Motorradfahrer. Beide sterben auf der Unfallstelle. Ein dritter 38-jähriger Motorradfahrer stösst gegen ein auf der Strasse liegendes Unfallteil, fällt um und zieht sich unbestimmte Verletzungen zu.
27. Juli: Eine Nachfrage des Vereins AnStoss bei der Kapo AR ergibt, dass sich am 11. Juli ein Unfall zwischen einem Töff und einem Auto unterhalb der Kantonsgrenze ereignete. Die Kapo AR habe keine Medienmitteilung verfasst; "die in Altstätten wüssten ja von dem Unfall." Trotz dieses Wissens wurde der Unfall nicht publiziert. Eine entsprechende Meldung an den kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser bleibt unbeantwortet.
23. Juli: Der Verein AnStoss orientiert den kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser, dass vor einigen Tagen unterhalb der Kantonsgrenze zu AR ein Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto stattgefunden habe. Anwesend sei die Polizei von AR gewesen. Ob er Näheres dazu wisse? Philipp Sennhauser antwortet, dass er in seinem System keinen Eintrag finde.
18. Juli: Der Altstätter Stadtpräsident Ruedi Mattle erachtet im Moment eine Interpellation als nicht sinnvoll. Er verweist auf das Begehren des Stadtrats vom 19. Juni 2023 an das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen, ein Gutachten zur Geschwindigkeitsreduktion auf Streckenabschnitten der Stossstrasse zu erstellen. Die Antwort ist noch pendent (siehe "Archiv").
25. Juni: Der Verein AnStoss dankt dem kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser für das Aufstellen einer semistationären Radarstation unten an der Stossstrasse in Bürglen. Er macht jedoch darauf aufmerksam, dass zahlreiche junge Töfffahrer nun im oberen Teil der Stossstrasse auf- und abfahren. Er beklagt sich ausserdem, dass er bei Meldungen an die Polizei immer wieder höre, dass keine Streife zur Verfügung stehe, und bittet, dass die Anrufe ernster genommen würden. Nach der Petition von 2013 sei ihm dies als einziges Mittel gegen die Raserei zugestanden worden. Die Mitglieder des Vereins seien nun gezwungen, selbst an die Strasse zu stehen, um Raser anzuzeigen. Philipp Sennhauser antwortet wiederum, dass die Polizei "nach wie vor bestrebt" sei, "im Rahmen" ihrer "Möglichkeiten so gut wie möglich präsent zu sein".
25. Juni: Der Verein AnStoss weist den Altstätter Stadtpräsidenten Ruedi Mattle darauf hin, dass am Albis (ZH) Tempo 60km/h nach erfolgreichen Versuchen definitiv eingeführt wurde (siehe "Seitenblicke").
24. Juni: Der Verein AnStoss bittet wegen der zunehmenden Raserei auf der Stossstrasse den Stadtpräsidenten und Kantonsrat Ruedi Mattle, als Vertreter von Stadt und Gemeinde eine dringende Anfrage oder Interpellation an die Regierung zu richten. Diese soll auf die Situation auf der Stossstrasse hinweisen und eine Vermehrung der Polizeipräsenz und von Sicherheits-, Lärm- und Fahrzeugkontrollen verlangen. Gleichzeitig schlägt er vor, beim Stossplatz und auf dem Stoss Tafeln mit folgendem Gesetzestext aufzustellen: "Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass der andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet" (Schweizerisches Strassenverkehrsgesetz SVG, Art. 26.1); "Der Fahrzeugführer hat jede vermeidbare Belästigung von Strassenbenützern und Anwohnern, namentlich durch Lärm ... möglichst zu vermeiden" (SVG, Art. 42.1); Strassen "sind schonend und unter Rücksichtnahme auf Verkehrsteilnehmer und Umgebung zu benutzen" (Strassengesetz Kanton St. Gallen, Art. 17.2).
27. Mai: Der kantonale Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser meldet, dass die Polizei am 26. Mai vormittags mit einem "Messteam" vor Ort war und "diverse Verkehrsteilnehmenden zur Anzeige gebracht (oder gebüsst)" habe. Der Verein AnStoss dankt, macht aber darauf aufmerksam, dass die Raser in der Regel erst am Nachmittag oder frühen Abend unterwegs seien.
25. Mai: Der Verein AnStoss sendet an den kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser das Foto eines Thurgauer Töfffahrers. Dieser ist jeweils (offenbar in führender Position) dabei, wenn Töfffahrer bei der Kreuzstrasse wenden und auf- und abfahren, an diesem Tag ca. eineinhalb Stunden lang ca. sechs bis acht Mal. Als der erwähnte Töfffahrer von uns darauf aufmerksam gemacht wurde, dass dies verboten sei, meinte er unter anderem, er habe glücklicherweise die gute Stelle zum Üben für ihn und seine Kollegen gefunden ...
30. April: Der Verein AnStoss orientiert den kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser, dass am Samstag, 27. April, "wieder wie üblich auf der Stossstrasse ein "Höllenlärm mit Töffrasern" herrschte. Am Nachmittag sei zudem die Sirene eines Polizei- oder Krankenautos zu hören gewesen. Wir fragen, ob ein unveröffentlichter Unfall die Ursache war.
25. April: Der Verein AnStoss macht den kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser darauf aufmerksam, dass ein Föhnwochenende bevorstehe und der Verein für Polizeikontrollen dankbar wäre. Er fügt an: "Gemäss den Fahrweisen der vergangenen Föhntage sind Unfälle nur eine Frage der Zeit."
16. April: Im "Rheintaler" erscheint ein Bericht über "Enge Kurven, Lärm und Schäden" an der Stossstrasse. Laut der darin aufgeführten Statistik sind seit 2019 29 Unfälle polizeilich registriert, trotz schon seit längerer Zeit durchgeführten baulichen Sicherheitsmassnahmen. Ebenfalls seit 2019 wurden 32 Mal Polizeikontrollen durchgeführt.
16. April: Der kantonale Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser antwortet, dass die "knappe Ressourcen-Lage ... weitergehende Massnahmen und Kontrollen leider nicht" zulasse, die Polizei aber "nach wie vor ... im Rahmen" ihrer "Möglichkeiten Einfluss" nehme.
15. April: Der Verein AnStoss berichtet dem kantonalen Verkehrspolizeichef Philipp Sennhauser, dass am Tag zuvor eine Gruppe von Töfffahrern und Rennautolenkern Rennen veranstaltete. Er bittet um mehr Polizeipräsenz.
Wir bleiben dran ...